Handbuch historische anthropologie


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Handbuch historische anthropologie

Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam e. Die Historische Anthropologie ist ein wegweisendes Forschungsfeld und zugleich ein Interpretationsansatz, dessen theoretische Innovationskraft in den letzten Jahren über die Geschichtswissenschaft hinausreichte.

Dass die Historische Anthropologie im letzten Drittel des Jahrhunderts eine innovative und sich breit etablierende interdisziplinäre Forschungsrichtung werden würde, war weder in der Entwicklung der Anthropologie noch in jener der Geschichtswissenschaft angelegt.

Seit ihren Anfängen im Jahrhundert waren die beiden Disziplinen einem kontrastierenden Wissenschaftsverständnis verpflichtet. Anthropologische Ansätze traten im Jahrhundert meist mit einem naturwissenschaftlichen Erkenntnisanspruch auf, wohingegen der Historismus zum Paradigma einer Geisteswissenschaft wurde. Zwar versuchte seit den er-Jahren die Philosophische Anthropologie — mit Max Scheler, Helmuth Plessner und Arnold Gehlen als den wichtigsten Exponenten —, eine Brücke zwischen biologischen und historischen Fragestellungen zu schlagen, die Geschichtswissenschaft reagierte aber kaum auf dieses Angebot.

Nach schien die Kluft unüberwindbar geworden zu sein. Dieser war mit einer Fokussierung auf gesellschaftliche Strukturen und Prozesse verbunden, während gegenüber anthropologisierenden Fragestellungen ostentativ Distanz markiert wurde. Eine Konvergenz zwischen Geschichte und Anthropologie zeichnete sich zuerst in Frankreich ab, wo seit den er-Jahren die Bezeichnung anthropologie historique geläufig wurde. Es gab zwar durchaus Versuche, einer Historischen Anthropologie zum Durchbruch zu verhelfen, welche an die Reflexionen der Aufklärung anknüpften und einen neuen Zugang zur Tradition der Philosophischen Anthropologie, vor allem zu Helmuth Plessner, suchten, doch vermochten sie sich bis in die er-Jahre nicht durchzusetzen.

Der britische Sozialanthropologe Edward E. Wichtige Autoren der social anthropology Frederick Barth, Victor Turner u. Sahlins u. In Deutschland wurde die Aufforderung, die Geschichtsschreibung solle Innovationen aus der sozial- und kulturanthropologischen Forschung aufgreifen, seit den er-Jahren von der sogenannten Alltagsgeschichte, der auf die Frühe Neuzeit konzentrierten historischen Kulturforschung und der Frauen- bzw.

Geschlechtergeschichte aufgegriffen. Diese Rezeption erstreckte sich auch auf die italienische Mikrogeschichte Simona Cerutti, Carlo Ginzburg, Giovanni Levi, Gianna Pomata u. Es sollte allerdings lange Zeit dauern, bis in Deutschland die Abwehrreflexe gegen die Historische Anthropologie abgebaut waren. Der Begriff Historische Anthropologie wurde nun geradezu zum Pleonasmus: Anthropologie schien nur noch dann ein sinnvolles Unternehmen, wenn sie sich per definitionem als historisch begriff.

Die Konjunktur der Historischen Anthropologie kann als Aspekt eines insgesamt stark gesteigerten Interesses an Anthropologien in unterschiedlichsten institutionellen Kontexten gedeutet werden. Seit einigen Jahrzehnten lässt sich eine regelrechte Inflation von aktualisierten alten und neuen Bindestrich-Anthropologien konstatieren.

Nach Burke lässt sich seit den er-Jahren ein anthropological turn ausmachen, der statische und strukturalistische Ansätze überwunden habe. Neben der Sozial- und Kulturanthropologie von Forschern wie Clifford Geertz gewann die Historische Anthropologie insbesondere durch die microstoriadie Postcolonial Studies und einen epistemologisch ausgerichteten Feminismus theoretisches Profil.

Seit zwei Jahrzehnten mache sich allerdings ein cultural turn bemerkbar, der die produktive Episode der Historischen Anthropologie zum Abschluss gebracht habe, so Burke. Im Gegensatz zu den Ausführungen Burkes wird hier die Gegenthese vertreten, dass die Historische Anthropologie ihre Produktivität auch zu Beginn des Jahrhunderts bewahrt hat.

Ein Definitionskonsens zur Bestimmung des Forschungsfeldes der Historischen Anthropologie zeichnet sich allerdings nach wie vor nicht ab. Im Mittelpunkt der Historischen Anthropologie steht das Interesse an der Historizität des Menschen. Dabei gilt es, das Studium des Menschen vor einem häufig auftretenden zweifachen Kurzschluss zu schützen: So ist weder die Annahme eines autonomen, kohärenten, seiner selbst mächtigen Individuums zutreffend, noch darf vorausgesetzt werden, dass gesellschaftliche Effekte und politische Konsequenzen sich hinreichend aus den Intentionen und Motiven handelnder Menschen heraus erklären lassen.

Menschen eignen sich in sozialen Kommunikations- und Interaktionsbeziehungen immer wieder kulturelle Konstruktionsweisen der Wirklichkeit an und erfinden sich darin neu; gleichzeitig repräsentieren und drücken sie etwas aus, das ihnen und ihren Handlungsmöglichkeiten und -fähigkeiten agency vorausgeht. Die Sprache, die immer schon da ist, wenn Menschen sprechen, die in ihren vielfältigen Anwendungen jedoch auch in Form und Funktion verändert wird, ist das grundlegende Beispiel für diese Wechselwirkung.

Die an ein solches Verständnis von Historischer Anthropologie anknüpfenden Ansätze verorten sich in einem interdisziplinären Feld, in dem die Geschichtsschreibung die zentralen Fragestellungen liefert und es gerade nicht um letztlich forschungsstrategische Zuteilungen geht. Insofern lässt sich die Frage nach dem Menschen nicht mehr unbefangen stellen. Vielmehr gilt es, an jene Traditionen innerhalb der Philosophischen Anthropologie anzuknüpfen, die zeigen, dass eine allein naturwissenschaftliche Konzeption ,des Menschen' in die Sackgasse führt.

Die von der Historischen Anthropologie aufgeworfene Frage, wieweit Menschen die Konstruktionsbedingungen, deren Resultat sie sind, mitbestimmen und auch kontrollieren, lässt Habermas offen. Im Unterschied zu dieser Sichtweise beschäftigen sich die Forschungen des Freiburger Instituts für Historische Anthropologie seit den er-Jahren stärker mit sogenannten menschlichen Grundsituationen. Es ist aber höchst umstritten, ob überhaupt, und wenn ja, wie weit sich die Historische Anthropologie noch mit solchen Fragen auseinandersetzen soll.

Konstruktive Überlegungen zu dieser Problematik hat der Philosoph Hans Blumenberg angestellt. Er hat deutlich gemacht, dass sich durch die objektivierende Praxis der Wissenschaft das individuelle Subjekt in den Operationen seiner experimentellen und deutenden Selbstbeobachtung verflüchtigt. Eben diese Frage ist für die Historische Anthropologie wegleitend. Sie zielt nicht mehr auf das ,Wesen', sondern auf historisch veränderliche Wissensformen des und über den Menschen.

Dessen Analysen zu den Auswirkungen langfristiger Prozesse auf die Subjektmodellierung gehen gerade nicht ,vom Menschen' aus, sondern von Interdependenzketten, Verflechtungszusammenhängen, Konkurrenzverhältnissen und Interaktionsmustern zwischen Menschen. Nimmt man das insgesamt breite Spektrum vorhandener Publikationen im Feld der Historischen Anthropologie in den Blick, so lassen sich drei interdependente Fragenkomplexe und Themenfelder auseinanderhalten, die nach wie vor von hervorzuhebender Bedeutung sind: Erstens geht es um die sich verändernden diskursiven, ikonischen Formen und medialen Bedingungen menschlicher Selbstbeschreibungen sowie den Wandel von Menschenbildern; zweitens um soziale Praktiken, kommunikative Interaktionsmuster wie auch die symbolischen Formen und Machtbeziehungen, durch die das Gesellschaftliche der Menschen strukturiert und reguliert wird.

Diese drei Felder werden im Folgenden knapp umrissen. Dabei zeigt sich, wie sehr Menschenbilder durch Abgrenzung konturiert werden, etwa indem sich Menschen von Dingen, Maschinen, Automaten, Androiden, Cyborgs, Monstern, Tieren, Primaten, Barbaren, Engeln, Teufeln und Göttern oder was die Kategorien auch immer sein mögen unterscheiden.

Treten manchmal Vermischungen oder Analogien hervor, so gibt es auch vielfältige Versuche einer als Differenzialdiagnostik zu bezeichnenden Spezifikation des homo sapiens — vom homo faber über den homo ludens und den homo culturalis zu dem homo cooperativusdem homo oeconomicus oder neuerdings dem homo reziprocans etc.

Der Bedeutungsüberschuss menschlicher Selbstbeschreibungen wurde dabei immer wieder durch menschliche ,Wesensbestimmungen' domestiziert. Die Untersuchung dieser performativen Aspekte wurde in den er-Jahren mit der historischen Kulturforschung wichtig und hatte zunächst einen deutlichen Schwerpunkt auf der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Geschichte. Das Erkenntnisinteresse richtete sich epochenübergreifend auf Bereiche, die von der historischen Sozialwissenschaft weitgehend ausgespart worden waren.

Zunächst ging es um anthropologienahe Themenfelder, worunter vor allem ,körperbezogene' Aspekte menschlichen Sozialverhaltens verstanden wurden: Geburt und Tod, Sexualverhalten, Ehe und Prostitution, Krankheiten, Umgang mit Tieren, Gewalt, Essen und Ernährung, Bekleidung und Wohnung etc. Die Rede vom practical turnpragmatic turn oder performative turn sollte anzeigen, dass es um die Untersuchung performativer Logiken geht.

Damit wird Kultur nicht auf ein Zeichensystem verkürzt, sondern primär als Repertoire von Praktiken und Handlungsroutinen verstanden, über die materielle Ressourcen mobilisiert und soziale Beziehungen, Ungleichheiten und Machtverhältnisse reproduziert werden. Kommunikation und Kulturtransfer bewahren sich somit auch in stark formalisierten Bereichen eine mimetische Dimension, die in den historischen Quellen nicht zu finden ist, jedoch ethnologisch beobachtet werden kann.

Menschen handeln also häufig, ohne sich bewusst zu entscheiden, und optimieren auch nichts, wie etwa das klassische rational choice -Modell unterstellt. Sie halten sich an robuste Faustregeln und bedienen sich einfacher Heuristiken und short-cutswelche die Informationsdichte der Umgebung nutzen, um rasch zu praktikablen Lösungen für komplexe Probleme zu gelangen.

Auch anscheinend gut gehütete Traditionen sind einer solchen drift unterworfen — während Menschen oft das Gefühl haben, sie würden immer dasselbe tun, kann die Historische Anthropologie nachhaltigen Wandel feststellen. Die dritte Problematik dreht sich um die Historizität der ,menschlichen Natur'. Eine in der Auseinandersetzung mit den Lebenswissenschaften für die Historische Anthropologie weiterführende These hat der Medienphilosoph Derrick de Kerckhove — allerdings nicht ohne ethnozentrische Zuspitzung — vertreten.

Medien, Codes und Programme entwickeln — wenn sie von Menschen dauernd genutzt und als Kulturtechniken für Lernprozesse verwendet werden — eine operative Eigenlogik, die neue Formen kultureller Selbstreflexion und Subjektivierung eröffnet. Diese Problematik hat sich im ausgehenden Jahrhundert intensiviert. Die Visionen revolutionärer Mensch-Maschine-Koppelungen sind bisher, in der Genetik ebenso wie in der Neuro- und der Medienwissenschaft, mythopoetische Antizipationen des technisch Herstellbaren — doch solche Zukunftsprojektionen halten eine wissenschaftlich-technische Innovationsdynamik in Gang, welche eine Herausforderung für die zeitgeschichtliche Forschung darstellt.

Diese medientheoretischen Überlegungen öffnen den Blick für eine Symmetrisierung der Historischen Anthropologie, bei der sich zwei Ebenen unterscheiden lassen. Hier wird einerseits die Annahme kritisiert, dass es kohärente Identitäten und die damit verbundene Gegenüberstellung des ,Selbst' und des ,Anderen' gebe, ebenso wie die Vorstellung, dass die Erkenntnis des Eigenen die Voraussetzung für Fremdverstehen sei.

Menschen sind sich vielmehr selber fremd und benötigen das Alter Ego für ihre eigene Wahrnehmung. So stellt sich Alterität auch im Selbstverhältnis ein und das Andere wird als Teil des Selbst verständlich. Die zweite Symmetrie geht von der Einsicht aus, dass an der Konstitution von Erfahrungsräumen nicht nur die in Symbolsystemen agierenden Menschen, sondern eine Vielzahl heterogener Elemente beteiligt sind. Wenn Menschen in komplexen Dingwelten interagieren, spielen diese Dinge auch ihre eigenen Möglichkeiten, ihre materiale Eigenlogik, aus, die sich — oft unbewusst — durch menschliche Praktiken verwirklichen.

Aus zeithistorischer Perspektive ist dafür sicherlich das Internet ein gutes Beispiel. Die Intentionalität dieses Netzwerks war in der Entstehungskonstellation eine militärische. Inzwischen weist der cyberspace als Informations- und Kommunikationsraum eine Extension auf, die für die meisten Menschen weder nachvollziehbar noch kontrollierbar ist, und er hat, zusammen mit andere computerbasierten Netzwerken wie Mobiltelefonen, einen nachhaltigen Einfluss auf die soziale Interaktion zwischen Menschen, die weder in Kategorien des individuellen Wahlhandelns noch einfach als nicht intendierte Nebenwirkung beschrieben werden kann.

Ohne den Einbezug der schieren Präsenz der medialen Materialität bzw. Wenn Menschen zu wählen beginnen, wirken schon immer technische Infrastrukturen, die genuine Gestaltungskräfte aufweisen, jedoch zugleich störanfällig und innovationsoffen sind. Somit gilt es, die graduellen Übergänge und komplexen Wechselwirkungen unterschiedlicher Handlungsträger — menschlicher Wesen und vielgestaltiger Objekte — ins analytische Aufmerksamkeitsfeld zu rücken.

So werden dann die netzwerkartigen Assoziationskomplexe erkennbar, die auf der permanenten Vermischung von Natur und Kultur basieren. Energie- Verkehrs- Transport- und Kommunikationssysteme, chemische Substanzen und Elektrizität sind weder ,Natur' noch ,Kultur', sondern waren immer schon beides.

Menschen, die als ,Kulturwesen' einer ,Naturwelt' gegenüberzustehen glauben und die physikalische Ereignisse zu technisch nutzbaren ,Naturkräften' bündeln, sind faktisch mit Hybriden konfrontiert und stellen aufgrund der Extension ihrer Wahrnehmungspotenziale in sozio-technische Systeme hinein selbst hybride Wesen dar, in denen sich permanent Übersetzungsprozesse zwischen den disparaten Elementen beobachten lassen.

Eine in diesem Sinne ausgerichtete Anthropologie ist deshalb symmetrisch, weil sie nicht Menschen und Dinge einander gegenüberstellt, sondern sowohl nach der agency von Dingen als auch nach der Dinglichkeit des Menschen fragt. Die Historische Anthropologie interessiert sich für die Materialität menschlicher Existenz, in der die Finalität von Maschinen und die Potenzialität des Organismus zusammengehören.

Sie funktionieren nur unter spezifischem atmosphärischem Druck, sie sind poröse, osmotische Wesen, die über materielle Inkorporationsprozesse ihre physiologischen Regelmechanismen sowie ihre physische Konstitution reproduzieren und stabilisieren sowie mittels industriell-technischer Gegenstände und Verfahrensweisen verschiedene Umwelten verändern.

Diese Einwirkungen wurden und werden sehr unterschiedlich wahrgenommen, gedeutet und bewertet. Die Moderne — innerhalb derer die Wissenschaft der Anthropologie entstand — ist widersprüchlich. Technisch geschaffene Risiken, Umweltkrisen, Gefährdungen, Enttäuschungen und Ängste koexistieren mit einer präzedenzlosen Zunahme der durchschnittlichen Lebenserwartung und des materiellen Lebensstandards sowie mit hochfliegenden Hoffnungen.

Die Neuerungen, welche die Moderne hervorbringt, werden laufend in neue Selbstverständlichkeiten transformiert und habitualisiert. Es ist allerdings zu vermuten, dass diese freigesetzten Möglichkeiten in ihrer materiellen Eigenmächtigkeit und in ihren unbeherrschbaren Entfaltungslogiken ihre Schöpfer mit Überraschungen konfrontieren werden. Während das erste Themenfeld Menschenbilder und Selbstbeschreibungen des Menschen von Texten und Bildern ausgeht und damit eher den Pfaden der traditionellen geschichtswissenschaftlichen Quellenkritik folgt, wird mit dem zweiten und dritten Fragenkomplex ein breites Spektrum von Spuren der Vergangenheit relevant.

Die Symmetrisierung der Anthropologie lässt sich forschungspraktisch nur mit einem neuen Blick auf die Dingwelt umsetzen. Und sie warfen vieles weg: Nahrungsreste, unbrauchbar gewordene Utensilien etc. Vielmehr wird mittels einer solchen für materielle Überreste sensibilisierten Spurensicherung die Multiplikation der für die historische Interpretation verfügbaren Zeichen angestrebt.

Zugleich kann der Blick auf diese Dinge auch Überlegungen zur Materialität der Welt und der Menschen und zu den materialisierten Logiken einer technischen Zivilisation anregen. Die von einigen Kultur- und Diskurstheorien, aber auch vom technischen Posthumanismus getroffene Annahme, dass der anthropos damit zwangsläufig verschwinden wird, dürfte sich jedoch als Fehlschluss erweisen, der einem statischen Bild des Menschen geschuldet ist.

Wenn Menschen — und als solche treten sie immer im Plural auf — sich hingegen nicht über ein unverrückbares ,Wesen' gegenseitig als solche erkennen können, liegt es nahe, davon auszugehen, dass sie sich über unterschiedliche Rationalitätsformen anerkennen. Zeitgeschichtlich besonders interessant ist die historisch-anthropologische Analyse neuer Medien und der sich vervielfältigenden Dingwelten.

Menschen benutzen Computer für unterschiedlichste Zwecke und perfektionieren die Praktiken des Umgangs mit diesen Maschinen, deren wirklichkeitsprägende Macht sich in diesen Verwendungen allerdings nicht erschöpft. Vielmehr stellen sich Menschen immer wieder neu auf die Möglichkeiten ein, die das World Wide Web, der Cyberspace, das Internet — wie auch immer dieses Medienensemble genannt wird — öffnet.

Menschen kreieren und verändern ihr Sein nicht nur in sozialer Interaktion, sondern auch in Auseinandersetzung mit Dingen, die sie bewegen und von denen sie bewegt werden. In diesem Spiel steckt ein Überschuss an Möglichkeiten, der die Zukunft offenhält und verhindert, dass ,der Mensch' je bei sich ankommen wird.

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Kulturwissenschaften und Lebenspraxis. Mimesis in Gesten und Ritualen. Forderung des Horens und Zuhorens in der Schule. Die gesellschaftliche Orientierung der Kulturwissenschaften. Kultur und Medienkultur. Related Papers. Abstract 41 Citations Related Papers. By clicking accept or continuing to use the site, you agree to the terms outlined in our Privacy PolicyTerms of Serviceand Dataset License.