Handbuch der geschichte ost und westpreussens


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Handbuch der geschichte ost und westpreussens

Das Gebiet bildet heute den Hauptteil der polnischen Woiwodschaft Pommern. Das östlich der Weichsel liegende Plateau ist Teil der Baltischen Seenplattedie von der Ostseeder Weichsel und der polnisch-litauischen Ebene begrenzt wird. Der südöstlich an Masuren grenzende Landstreifen, d. Sie finden sich aber nirgends in der Ausdehnung vor wie auf dem linksseitigen Weichselufer. Das westlich der Weichsel gelegene Plateau wird zur pommerschen Seenplatte gerechnet, die zwischen der Ostsee, der Weichsel und der pommerisch-neumärkischen Ebene liegt.

Die ganze Platte zerfällt in folgende drei Gruppen: [2]. Im Norden bildete die Ostsee eine natürliche Grenze. Hier liegt südwestlich von Danzig auch der höchste Berg der Provinz, der Meter hohe Turmbergder zudem der höchste Berg des Baltischen Landrückens überhaupt ist.

Die südlichsten Bereiche der Provinz waren durch Altmoränen und Sander geprägt, einer eher unfruchtbaren, seenarmen, der Lüneburger Heide nicht unähnlichen Landschaft. Östlich von Danzig bis zum Frischen Haff liegt das Deltagebiet von Weichsel und Nogateine waldarme und fruchtbare Tiefebene und Marschlandschaftähnlich den Marschen der Unterweser und teilweise unter dem Meeresspiegel liegend. Das Kulmer Land war im Ellenlang umstrittene Gebiet des Herzogtums Pommerellen und fügte es dem eigenen Herrschaftsgebiet ein, ein Prozess, der im Friedensvertrag von Soldin und im Friedensvertrag von Kalisch seinen Abschluss fand.

Anfang des Obwohl mit Polen zu einem Staatskörper verbunden, hatte das Land doch seine eigene Verfassung behalten und mit Polen und Litauen eigentlich nur den Herrscher gemeinsam. Das übrige Gebiete gliederte sich ab in die Woiwodschaften CulmMarienburg und Pommerellen. Der Bauernstand geriet nach und nach in Leibeigenschaft. Nach dem Abschluss des Teilungsvertrages mit Österreich und Russland vom 5. Im Unterschied zu dem im Im Ermland und in den Städten wie z.

Nennenswerten Widerstand gab es nicht. Gleichzeitig ergriff der Geheime Finanzrat von Brenkenhoff Besitz vom Gebiet des späteren Netzedistrikts. Bereits am Eine zweite Huldigung erfolgte am Mai vor Brenkenhoff in Inowraclawnachdem die Grenzen des Netzedistrikts erweitert worden waren.

Um ihre Selbständigkeit besorgt, hatten die beiden Städte sich zunächst gegen die Übernahme gesträubt. Am Der König hatte angeordnet, dass das Ermland unter die Verwaltung der Königsberger Kriegs- und Domänenkammer kommen sollte. Der Netzedistrikt sollte zunächst eine selbständige Verwaltung unter dem Geheimen Finanzrat von Brenkenhoff erhalten.

Dabei wurde die Marienwerder Kammer zunächst nicht dem Generaldirektorium in Berlin unterstellt, sondern blieb unmittelbar vom König abhängig. In einer Kabinettsorder vom Es wurden vier Landrätliche Kreise eingerichtet:. An der Spitze eines landrätlichen Kreises stand der von der Regierung ohne Mitwirkung der Kreiseingesessenen ernannte Landrat. Er gehörte fast durchweg dem Adel, wenn auch nicht immer dem einheimischen, an. Als staatlicher Beamter hatte er die allgemeine polizeiliche Aufsicht über die adligen Güter, ihre Bauern und über die Kölmer.

Domainenämter innerhalb des gleichen landrätlichen Kreises. Eine dritte Gruppe bildeten die Steuerräte. Sie verwalteten die Steuerkreise, in denen jeweils eine Anzahl von Städten mit deren Kammergütern zusammengefasst war. Diese drei Institutionen griffen zwar räumlich ineinander über, ihre Amtsbefugnisse waren jedoch streng getrennt. Den Landräten oblag die Einziehung der Kontribution vom Adel, den Domainenämtern die Einziehung der Pachterträgnisse Praestation der zu ihrem Amt gehörenden Pachtgüter, und die Steuerräte hatten für die Erhebung der Akzise vom Stadtbesitz, den Kammergütern, zu sorgen.

Dazu gehörte auch die Umsatzsteuer, die an den Stadttoren von den eingeführten und ausgeführten Waren erhoben wurde. September wurden das bisher gültige Recht und die Gerichte aufgehoben. Juni Städte : Der König ordnete die Neuordnung der städtischen Verwaltungen und ihrer Finanzen an.

Die Landstädte trugen teilweise noch die Spuren des Schwedisch-polnischen Krieges von — So waren z. Von den noch stehenden Wohnhäusern drohten 70 bis 80 bald von selbst einzufallen. Bauernbefreiung : Die Leibeigenschaftdie vorzugsweise die polnischen und kaschubischen Bauern betroffen hatte, wurde durch VO vom 8.

November durch die mildere Erbuntertänigkeit ersetzt. Jeder Untertan, auch der gutsherrliche, sollte bei den ordentlichen staatlichen Gerichten sein Recht suchen dürfen. Oktober zog Kaiser Napoleon in Berlin ein. Sieben Minister und Mitglieder des Generaldirektoriums leisteten Napoleon den Treueeid. Der König war mit seiner Familie und einigen Ministern über Königsberg und die Kurische Nehrung nach Memel geflohen. Erst am November teilte die in Königsberg Ostpr. Napoleon war mit Gewaltmärschen nach Osten vorgedrungen.

Ende Mai fiel das von General von Kalckreuth verteidigte Danzig. Durch den Frieden von Tilsit am 7. Die obersten Verwaltungsbehörden wurden neu organisiert. Das Berliner Generaldirektorium fiel weg, mit ihm die Provinzialministerien. Sie hatte nur noch Verwaltungsaufgaben.

Damit war die Trennung von Verwaltung und Justiz vollzogen. Die steckengebliebene Bauernbefreiung wurde wieder in Angriff genommen. Sie wurde erst vollendet. Die Gewerbefreiheit wurde eingeführt. Die Juden wurden weitgehend emanzipiert. Danzig erlitt dadurch herbe Verluste an Menschenleben und Sachwerten. November kapitulierten die Franzosen. Schwieriger gestaltete sich die Grenzregelung im Kulmer und Michelauer Land, das an das Herzogtum Warschau abgetreten worden war.

Es war von russischen Truppen besetzt worden. Im Hinblick darauf, dass Thorn eine deutschsprachige Stadt war, verzichtete der Zar zwar am November auf Thorn, wollte es aber — wie die Republik Krakau — zu einer freien Stadt machen. Mai entband der bisherige Landesherr, Friedrich Augustder König von Sachsen und Herzog von Warschau, seine bisherigen Untertanen von ihrem Eid. Und erst am Auf dem Wiener Kongress wurden die Grundlagen für eine Neuordnung Europas gelegt.

In ihr wird der Regierungsbezirk Danzig zum ersten Mal erwähnt. An die Spitze der Provinz trat der Oberpräsident Theodor von Schön. Sein Amtssitz wurde Danzig. Auch die obersten Provinzialbehörden wurden in Danzig angesiedelt, bis auf das Oberlandesgerichtdas in Marienwerder blieb. Die Kreisordnung wurde zwischen und eingeführt. Im Regierungsbezirk Danzig entstanden die kreisfreie Stadt Danzig sowie die Landkreise Danzig, Neustadt a. Rheda, Karthaus, Berent, Pr.

Stargard, Elbing und Marienburg. Im Regierungsbezirk Marienwerder wurden gebildet die Kreise Deutsch-Krone, Flatow, Schlochau, Konitz, Schwetz, Graudenz, Kulm, Thorn, Stuhm, Marienwerder, Rosenberg, Löbau und Strasburg. Regierungspräsidenten waren in Danzig Theodor Balthasar Nicolovius — und Johann Carl Rothe — ; in Marienwerder Theodor Gottlieb von Hippelder Verfasser des Aufrufs An Mein Volk von—Eduard Heinrich von Flottwell — und Jacobus Justus Philipp Freiherr von Nordenflycht — Mai hatte König Friedrich Wilhelm III.

Die folgenden Landtage fanden abwechselnd in Königsberg und Danzig statt. Wichtigste Aufgabe in der nachnapoleonischen Zeit war die Heilung der Kriegsschäden. Beide Provinzen waren durch Kampfhandlungen verwüstet, ausgeplündert und finanziell erschöpft. Die meisten Güter waren hoch verschuldet. Die Agrarprodukte, vor allem das Getreide, konnten nicht abgesetzt werden, weil der frühere Hauptabnehmer England inzwischen selbst Getreide anbaute und Schutzzölle erhob.

Die Getreideausfuhr über Danzig, die auch zwischen und noch erheblich gewesen war, sank auf einen nie da gewesenen Tiefpunkt ab. Wegen fehlender Transportmöglichkeiten und der noch bestehenden Binnenzölle war ein Absatz in andere deutsche Gegenden nicht möglich. Dagegen waren die Zucht von Merinoschafen und der Export der Wolle ein Erfolg. Zahlreiche Güter kamen in den Jahren — zur Zwangsversteigerung und dadurch in die bürgerlichen Hände kapitalkräftiger Käufer aus Handel und Gewerbe.

Schön bemühte sich besonders um die Hebung des Schulwesens. In wenigen Jahren gründete er über Volksschulen. Dabei mussten auch alle polnischen und kaschubischen Kinder die deutsche Sprache lernen. Ausdrücklich band Schön auch die Gutsbesitzer in die Gründung von Schulen ein.

Weite Teile der Provinz gehörten zu polnischen Diözesen, und die Kaschuben und Polen waren fast durchweg katholisch.

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