Handbuch qualitatsmanagement berliner jugendfreizeitstatten


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Handbuch qualitatsmanagement berliner jugendfreizeitstatten

Schäfer-Pichula, D. Pädagogische Qualitätskonzepte im Kontext der Qualitätsentwicklung. Daniela Schäfer-Pichula. Das Thema Bildung und Qualität hat in den letzten Jahren einen zentralen Stellenwert im nationalen und internationalen Diskurs der Kindheitswissenschaften eingenommen vgl. Schäferdie Implementierung frühpädagogischer Studiengänge sowie aktuelle Forschungsergebnisse vgl. Ein zusammenfassender Überblick im Kontext der Qualitätsentwicklung und -sicherung sowie die Skizzierung exemplarischer Qualitätskonzepte in Anlehnung an Tietze et al.

Einführend erfolgt die Definition der relevanten Begriffe: Qualität und pädagogische Qualität nach Honig et al. Honig et al. Mit Qualität wird in der Gesellschaft eine Wertung assoziiert, die jedoch noch keine Schlüsse auf die tatsächliche Qualität erkennen lässt. Diffizil gestaltet sich die Erfassung von Qualität in frühpädagogischen Institutionen, da komplexe und vielfältige Faktoren beachtet werden müssen.

Pädagogische Qualität. Die Qualitätsdimensionen teilen sich des Weiteren in die Prozess- Struktur- sowie in die Orientierungsqualität und werden folgend dargestellt:. Der Dimensionsbegriff wird auch von Fthenakis verwendet. Er unterscheidet ferner drei Perspektiven der pädagogischen Qualität:.

Qualität als dynamisches Konstrukt entwickelt sich prozessual und unterliegt zeitlichen Veränderungen. Die Qualität als mehrdimensionales, strukturell-prozessuales Konstrukt wird wiederum in drei Dimensionen unterteilt. Dies sind die strukturelle, prozessuale und kontextuelle Dimension:. Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung.

Im industriellen Bereich wurde bereits in den 20er und 30er Jahren Qualitätssicherung betrieben, um die Fabrikation mangelhafter Ware zu vermeiden. Die defizitorientierte Qualitätssicherung entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einer ganzheitlichen Qualitätssicherung.

Im Wesentlichen ging es darum, Abläufe zu optimieren und Verbesserungen hinsichtlich der Herstellung zu garantieren vgl. Die Begriffe Qualitätsentwicklung und -sicherung stammen aus dem Qualitätsmanagement. Das Qualitätsmanagement verfolgt das Ziel die Qualität von Organisationen zu verbessern und umfasst folgende Bereiche vgl.

PiechottaS. Die Qualitätsentwicklung und -sicherung sind dabei als zentrale Aufgaben des Qualitätsmanagements anzusehen. Mitte der 90er Jahre etablierte sich der Qualitätsbegriff im Elementarbereich. Gemeinsam mit 10 Bundesländern rief das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend, in Kooperation mit kommunalen und freien Trägern, die Nationale Qualitätsinitiative im System der Tageseinrichtungen für Kinder ins Leben. Ziele waren u. Im Mai erschienen die in der Jugendministerkonferenz geforderten Bildungspläne.

Diese orientieren sich an entwicklungspsychologischen Erkenntnissen und konkretisieren den eigenständigen Bildungs- und Erziehungsauftrag für Kindertageseinrichtungen. In den letzten Kapiteln der Bildungspläne erscheinen Themen zur Qualitätsentwicklung und -sicherung.

Folglich können die Bildungspläne zur Verbesserung der pädagogischen Qualität eingesetzt werden. Anzumerken ist jedoch, dass die Bildungspläne als Bildungsempfehlungen fungieren. Es obliegt den Trägern und den pädagogischen Fach- und Leitungskräften, die jeweiligen Bildungsziele der Bildungs- und Erziehungspläne umzusetzen vgl.

Schuster-LangS. Seit dem 1. Januar ist zudem das Tagesbetreuungsgesetz für einen qualitätsorientierten und bedarfsgerechten Ausbau der Tagesbetreuung für Kinder in Kraft getreten. In diesem wird die Qualitätssicherung und Evaluation im Gesetz als Pflicht formuliert. Die Entwicklung und Sicherung von Qualität begründeten sich nicht allein aus der Pflicht der frühpädagogischen Institutionen, sondern liegen in der Verantwortung des gesellschaftlichen und politischen Interesses.

Pädagogische Qualitätskonzepte. Pädagogische Qualitätskonzepte sind Instrumente der Organisationsentwicklung, anhand derer die pädagogische Qualität theoretisch und empirisch erfasst werden kann. Die Qualitätskonzepte ermöglichen indes die Evaluation prozessualer und struktureller Aspekte innerhalb der Institutionen vgl.

RouxS. Nach Esch et al. Hinsichtlich der konzeptionellen Ausrichtung gibt es Qualitätskonzepte, welche den Top-down-Ansatz oder den Bottom-up verfolgen. Allgemeine Steuerungsverfahren resultieren aus einem Top-down-Ansatz und eignen sich durch die übergeordnete Steuerung, bspw. Andere Instrumente sind für die Organisationsentwicklung konzipiert und daher als Bottom-up Ansatz anzusehen. Als weiteres Konzept können die normierten Organisationsentwicklungsverfahren benannt werden. Diese Verfahren orientieren sich an dem Total-Quality-Management.

Nach Krause bieten die ISO ff. Roux konstatiert diesbezüglich, dass sich die Erfassung der pädagogischen Qualität im Rahmen des Qualitätsmanagements schwierig gestalte, da die Schwerpunkte der Verfahren vorrangig unter betriebswirtschaftlichen Aspekten einzuordnen seien vgl. Ferner werden im nächsten Abschnitt exemplarische Qualitätskonzepte vorgestellt, die alle Beteiligten in einem dialogischen Prozess beschreiben. Der Nationale Qualitätskriterienkatalog. Der Nationale Qualitätskriterienkatalog bietet einen Rahmen für die Feststellung, Entwicklung und Sicherung der pädagogischen Qualität in Kindertageseinrichtungen.

Die Bedürfnisse und Interessen der Kinder und ihren Familien stehen im Vordergrund. Der Nationale Qualitätskriterienkatalog beschreibt insofern alle Facetten der pädagogischen Arbeit für Kinder im Alter von null bis sechs Jahren. Durch seine länder- träger- und konzeptionsübergreifende Ausrichtung ist eine vielfältige Anwendung im Elementarbereich gegeben.

Professionelle Kompetenzen der pädagogischen Fachkräfte werden darin beschrieben sowie Merkmale räumlicher und materieller Bedingungen aufgeführt vgl. Tietze et al. Der Nationale Qualitätskriterienkatalog ist in 20 Qualitätsbereiche unterteilt, welche sich wiederum sechs Leitgesichtspunkten zuordnen lassen vgl. Esch et al. Die Qualitätsbereiche 1 bis 19 bestehen aus 1. Qualitätsbereich, um Qualitätskriterien für Leitungsfunktionen ergänzt werden.

Die Kriterien erfassen und bewerten die Qualitätsdimensionen Prozess- Struktur- und Orientierungsqualität. Nach Tietze et al. Die Anwendung des Nationalen Qualitätskriterienkatalogs gestaltet sich anhand der Bewertung von Checklisten, die von den pädagogischen Fachkräften ausgefüllt werden vgl. Die Bearbeitung der Checklisten erfolgt im Kontext einer Selbstevaluation und kann dann gemeinsam im Team erörtert werden.

Die systematische Einschätzung der pädagogischen Arbeit bietet den Fachkräften indes die Möglichkeit, ihre Ressourcen und Verbesserungspotenziale zu erkennen. Im Hinblick auf die Entwicklung und Sicherung der pädagogischen Qualität konstatieren Tietze et al.

Der Nationale Qualitätskriterienkatalog, wie auch der im nächsten Kapitel beschriebene Kronberger Kreis zur Qualitätsentwicklung, kann den fachspezifischen Organisationsentwicklungsverfahren zugeordnet werden. Kronberger Kreis für Qualitätsentwicklung. Wie eingangs geschildert, begründet sich das Konzept des Kronberger Kreis darin, eine Qualitätsentwicklung im Handlungszusammenhang aller Beteiligten anzustreben.

Für die Entstehung qualitativer Kommunikationsprozesse sind fünf wesentliche Grundorientierungen zu beachten:. Freundlichkeit als persönliche Grundhaltung. Im Kronberger Kreis wird die Qualität ebenfalls in Qualitätsdimensionen eingeteilt:. Programm- und Prozessqualität.

Ferner ist die Initiierung von Prozessen im Kronberger Kreis ein Richtziel, damit Fachkräfte ihre eigenen pädagogischen Handlungsweisen wahrnehmen können. Das infans-Konzept der Frühpädagogik. Das infans-Konzept der Frühpädagogik wurde im Jahr konzipiert und bis in zahlreichen Kindertageseinrichtungen auf seine Praxisanwendung hin erprobt. Foglich kann das infans-Konzept den konzeptgebundenen Verfahren vgl.

Nach Andres und Laewen hängt die Verbesserung der Orientierungs- und Prozessqualität erheblich von konzeptuellen Veränderungen ab. Das infans-Konzept wird als ein Handlungsmodell für die frühpädagogische Arbeit bezeichnet und differenziert sich folglich in fünf Module vgl. Modul beinhaltet die Bearbeitung und Reflexion von Erziehungs- und Handlungszielen der pädagogischen Fachkräfte. Das 3. Modul knüpft an die Themen der Kinder an und sensibilisiert die pädagogischen Fachkräfte, die Interessen der Kinder wahrzunehmen.

Die Bedeutung des Portfolios für kindliche Bildungs- und Erziehungsprozesse wird im 4. Modul konkretisiert. Das 5. Modul fungiert als organisatorischer Rahmen für die Umsetzung des infans-Konzepts vgl. Ein wesentliches Element des Konzepts ist die Entwicklungsbeobachtung und -dokumentation von Kindern. Durch die gezielte Dokumentation der kindlichen Bildungsprozesse erfahren die Kinder Wertschätzung und Zutrauen in ihre Fähigkeiten.

Die pädagogischen Fachkräfte setzen sich mit spezifischen Erziehungszielen auseinander, beobachten systematisch und machen diese durch Portfolios, Wanddokumentationen oder Entwicklungsgespräche für die Familien transparent. Diesbezüglich kann das infans-Konzept zu einer Professionalisierung von pädagogischen Fachkräften und einer Verbesserung der pädagogischen Qualität beitragen. Ferner ist jedoch zu erwähnen, dass die Arbeit mit dem infans-Konzept auch eine Herausforderung für die pädagogischen Fach- und Leitungskräfte darstellt, da ausreichend zeitliche Ressourcen für die Implementierung des Konzepts benötigt werden.

Des Weiteren wäre zu ergründen, welche Qualitätskonzepte vorliegen, die auch die Perspektive der Kinder und Familien in den Qualitätsentwicklungsprozess einbeziehen vgl. Eine interne Evaluation ist insofern ein komplexer Prozess, der das Team fordert, sich mit pädagogischen Inhalten und den eigenen Kompetenzen auseinanderzusetzen vgl. Perspektivisch betrachtet und in Bezug zum organisationalen Lernen vgl.

Andres, B. Berlin und Weimar: Verlag das netz.

Items in DSpace are protected by copyright, with all rights reserved, unless otherwise indicated. Literaturdatenbanken des Deutschen Instituts für Urbanistik Difu Kinder- und Jugendhilfe. Title: Handbuch Qualitätsmanagement der Berliner Jugendfreizeitstätten. Editor s : Berlin, Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft Document Type: Graue Literatur Language: deutsch Publisher Country: Deutschland Publisher Location: Berlin Issue Date: Page s : S.

Features: Abb. Abstract: In den über Berliner Einrichtungen dient das Handbuch als Instrument der Selbstevaluierung und der Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen. Es werden die zentralen Aspekte der Jugendarbeit dargestellt.

Die dritte Auflage beinhaltet zahlreiche Ergänzungen. Neue Themen, sind die Kooperation mit Schulen, die Elternarbeit, die lebensweltbezogene Konzeptentwicklung, interkulturelle und internationale Jugendarbeit sowie die Nutzung von Online-Communities. Weiter wurden vorhandene Texte durchgesehen und im Hinblick auf Inklusion, Schutz vor pädophilen Übergriffen und Homophobie ergänzt.

Deskriptors: Sozialarbeit Jugendhilfe Jugendzentrum Arbeitsorganisation Qualitätsverbesserung Partizipation Kind Jugendlicher Free Terms: Jugendfreizeitstätte Offene Jugendarbeit Medienpädagogik Mediennutzung Mädchenarbeit Jungenarbeit Qualitätsmanagement Evaluation Handbuch Covered Region s : Berlin Appears in Collections: Kinder- und Jugendhilfe.

Files in This Item:. Handbuch Qualitätsmanagement der Berliner Jugendfreizeitstätten. Berlin, Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft. In den über Berliner Einrichtungen dient das Handbuch als Instrument der Selbstevaluierung und der Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen. Sozialarbeit Jugendhilfe Jugendzentrum Arbeitsorganisation Qualitätsverbesserung Partizipation Kind Jugendlicher. Jugendfreizeitstätte Offene Jugendarbeit Medienpädagogik Mediennutzung Mädchenarbeit Jungenarbeit Qualitätsmanagement Evaluation Handbuch.