Qm handbuch hospiz


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ISBN: 371001068
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Qm handbuch hospiz

Wenn wir auf moderne QM-Systeme in der Wirtschaft schauen, so geht es um Effizienz, um Wertschöpfung, um Wettbewerb. Moderne Systeme haben zum Ziel, die Geschäftsprozesse wirtschaftlicher zu machen und die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Sie sind für Unternehmen angelegt, die Teil einer Wertschöpfungskette sind und Erträge erwirtschaften.

Kann man diese Kriterien ohne weiteres auf Dienstleistungsbereiche übertragen? Die Konzepte Wettbewerb, Wertschöpfung, Effizienz wirken im Kontext Hospiz beinahe grotesk. Wenn man sich die Hospiz-Leitbilder anschaut, dann geht es um das Leben, um Würde. Qualität misst sich an diesen Orten daran, das Leben für die betreuten Menschen so erträglich und angenehm wie möglich zu machen und sie auf ihrem Weg zu unterstützen.

Qualitätsmanagement muss die Prozesse so steuern, dass dieses Ziel erreicht werden kann. Mit der wertschöpfungsgeleiteten Sicht auf modernes QM kommen wir hier nicht weiter. Er drückt aus, dass es sich im Falle der stationären Hospize um eine besondere Art der Qualität handelt. Der Begriff Gestaltung setzt voraus, dass man dafür einen Raum hat. Es gibt QM-Systeme, die durch Gesetze, Regeln und vertragliche Vorgaben in einer Weise eingeengt sind, dass ein Gestaltungsraum fehlt. Wir sehen in der Altenpflege derzeit mit dem Indikatorenmodell und der Ablösung des sogenannten Pflege-TÜV einen Versuch, einen Ausweg aus so einem Dilemma zu finden.

Qualitätsmanagement ist dort über zweieinhalb Jahrzehnte zu einer Kontroll-Instanz mutiert, der Räume fehlen und deren Akzeptanz verloren gegangen ist. Das ist weder sinnvoll noch modern. Es zeigt sich also: Voraussetzung für modernes QM in der Dienstleistung ist ein Gestaltungsraum. Es gibt also Spielregeln für den Gestaltungsraum. Das Bundesrahmenhandbuch macht beispielsweise Vorschläge für ein entsprechendes Hospiz-Zertifizierungsverfahren.

Es empfiehlt unter anderem, dass Audits mit Menschen besetzt werden sollten, die Qualifikationen und Kompetenzen mitbringen, die sie im Besonderen für die Auditierung stationärer Hospize befähigen. Hier kommt ein weiterer wichtiger Punkt für ein modernes Dienstleistungs-QM ins Spiel: Kontrollieren war gestern, heutzutage geht es um Augenhöhe und Akzeptanz.

Der Weg dorthin geht über Kommunikations- und Beziehungsarbeit. Was für die Beziehung zwischen Hospizgast und die an der Hospizarbeit beteiligten Menschen gilt, ist auch auf das Zusammenwirken im Qualitätsmanagement und die Qualitätssicherung übertragbar: Audits sind Beziehungsarbeit!

Ein modernes QM beinhaltet daher partnerübergreifende Audits. Das bedeutet, dass alle am Versorgungsprozess beteiligten Gruppen, also neben dem professionellen Care-Team auch zum Beispiel Hospizgäste und Ärzte, in die Audits einbezogen werden. Das setzt voraus, dass Auditoren und Auditierte auf Augenhöhe kommunizieren. Es kommt auf Kompetenzen, Bewusstsein und Kommunikation an.

Aber wird ein QM-System nicht beliebig, und leidet darunter nicht die Qualität, wenn sozusagen alle Teile unter den Hut passen sollen, egal wie eigenwillig und bunt sie sind? Sie folgen dem Denkmuster, dass Organisationen wie Maschinen funktionieren, bei denen auch die beteiligten Menschen sich dem Zweck unterordnen, vordergründige Kundenbedürfnisse zu befriedigen. Die Stellschrauben in diesen Systemen sind vor allem harte Faktoren, sie basieren auf messbaren Fakten, sind evidenzbasiert und quantifizierbar.

Soziale Realitäten sind anders. Hospize sind Einrichtungen, an denen Menschen während einer bestimmten Lebensphase versorgt werden. Sie verhalten sich nicht nach einfachen linearen Ursache-Wirkungszusammenhängen. Sie sind keine technischen Systeme, die nach dem Prinzip — Stecker rein, Licht an — funktionieren. Vielmehr stehen alle Elemente des Systems in Wechselwirkung mit den übrigen Teilen. Das gilt bezogen auf Organismen und lässt sich auf Organisationen übertragen. Die Menschen, die Bereiche, die Aufgaben und Bedürfnisse, die dort zusammenkommen, machen die Organisation erst zu dem was sie ist und beeinflussen sich gegenseitig.

Moderne Managementsysteme, die auch auf Hospize anwendbar sind, müssen diesen Zusammenhang berücksichtigen. Sie müssen auf der einen Seite das Konzept des systemischen Qualitätsmanagements umfassen, nämlich alle Strukturen, Hierarchien, Netzwerke und Ressourcen der jeweiligen Einrichtung abbilden. Kaum ein Konzept wird so widersprüchlich diskutiert. Die Messbarkeit von Lebensqualität hat — egal ob es sich um einen Hospizgast, um Personal oder um Zugehörige handelt — ein Evidenzproblem.

Sie ist hochgradig subjektiv und schlecht quantitativ zu erfassen. Und: Der Erhalt der Lebensqualität für die meist kurze Zeit, die ihnen verbleibt, ist DER Grund für Menschen, ein stationäres Hospiz aufzusuchen. Der moderne systemische QM-Ansatz ist also um folgende Dinge zu ergänzen, um attraktiv und sinnvoll für Hospize zu sein:. Das QM-Verständnis im Hospiz- und Palliativ-Bereich befindet sich in einer Phase des Umbruchs.

Zu den Herausforderungen zählt, dass allgemein die Überprüfbarkeit und auch die Wirksamkeit der Arbeit im sozialen Kontext immer mehr in den Fokus des öffentlichen Interesses rückt. Der Gesetzgeber liefert dafür in den letzten Jahren einige Beispiele. Das kann man kritisch sehen. Wichtig ist wohl, dass dabei nicht kurzfristige Erwartungen, wirtschaftliche Effektivität und allein harte Faktoren in den Vordergrund rücken.

Zu den Chancen gehört, dass es für den Bereich Hospiz noch keine vergleichbare Überregulierung wie zum Beispiel in der Langzeitpflege gibt und das QM gleichzeitig nicht unter der Dominanz einer Berufsgruppe steht wie in der Klinik. Die beteiligten Professionen haben die Gelegenheit, sich bei der Ausgestaltung des Hospiz-QM gemeinsam einzubringen.

Dafür bietet das Qualitätsrahmenhandbuch den sorgsam gestalteten Rahmen. Noch dazu einen, der das Potential hat, moderne Aspekte des QM umzusetzen. Holger Dudel ist Fachreferent Pflege der DGQ. Er ist gelernter Krankenpfleger und studierter Pflegepädagoge und Pflegewissenschaftler. Er hat zuvor Leitungsfunktionen bei privaten, kommunalen und freigemeinnützigen Trägern der Langzeitpflege auf Bundesebene innegehabt.

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